Über mich

Jörg Göbertshan
Bevor ich 1984 mein Abitur überhaupt in der Tasche hatte, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, unbedingt zuerst einen kaufmännischen Beruf zu erlernen, um dann, falls mir das Thema wirklich gefallen würde, anschließend noch Betriebswirtschaft zu studieren. Nach etlichen Bewerbungen für verschiedene kaufmännische Berufsbilder erhielt ich einen Ausbildungsplatz und machte so die ersten Schritte im kaufmännischen Bereich. Während des sich tatsächlich anschließenden Studiums sowie in meiner weiteren beruflichen Laufbahn lernte ich dann viele der möglichen kaufmännischen Felder kennen, musste immer wieder etwas Neues lernen oder bestehendes Wissen ergänzen. Diese riesige Bandbreite des Themas Wirtschaft, die gegenseitige Beeinflussung und Abhängigkeit einzelner Teilbereiche und die Tatsache, dass sich viele Grundregeln auf jeden Bereich übertragen lassen, faszinieren mich bis heute. Bei der praktischen Arbeit stellte ich dann schnell fest, dass es eine Menge Unterschiede zwischen Theorie und Praxis gab - manchmal lagen Welten dazwischen. Zum anderen wurde mein Fortschritt bzw. Erfolg maßgeblich von anderen Menschen beeinflusst und ich hatte im Lauf der Zeit mit ganz unterschiedlichen Menschen zu tun: Mit hoch emotionalen und sehr besonnenen Vorgesetzten, mit zufriedenen und verärgerten Kunden, mit teamorientierten und egozentrischen Kollegen, mit Lieferanten, denen meine Anforderungen wirklich wichtig waren und solchen, die hauptsächlich ihre Zielvorgaben erfüllen wollten - diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Folglich beschäftigte ich mich, zunächst autodidaktisch, später durch den Besuch vieler Seminare und Zusatzausbildungen, mit dem Bereich der Kommunikation. Auch hier traf ich erneut auf eine unglaubliche Vielfalt und entdeckte damit ein weiteres, äußerst spannendes Feld. Die Verflechtung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse und Fähigkeiten mit vielen sozialen Kompetenzen, z.B. der Kommunikations- und Konfliktlösefähigkeit, wurde mir zunehmend bewusster. Ich benötigte beides, als ich Führungspositionen übernahm, eigenständig Verhandlungen führte, Projekte mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen leitete oder zu Eskalationsgesprächen gerufen wurde. Hinzu kam, dass meine gesamte Berufstätigkeit immer aus einer interessanten Mischung aus kaufmännischen und pädagogischen Tätigkeiten, in unterschiedlicher Gewichtung, bestand: So habe ich in den vergangenen 25 Jahren auch viele kaufmännische Auszubildende, Handelsfachwirte und Studenten ausgebildet, etliche Seminare für Führungskräfte konzipiert, Vorträge zu betriebswirtschaftlichen Themen und sozialen Kompetenzen gehalten, den Aufbau neuer Standorte oder die Einführung neuer Technologien unterstützt u.v.m. Dieses Wissen und meine Erfahrung aus der gelebten Praxis gebe ich gerne in meinen Trainings und als Coach weiter und nutze meinen betriebswirtschaftlichen Hintergrund und meine fundierte Ausbildung für die Tätigkeit als Wirtschaftsmediator. Ich bin mir zugleich bewusst, dass ich auch in der Zukunft noch ganz viel lernen kann: Darauf freue ich mich - es bleibt also spannend!